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Traben-Trarbach, August 2010
Zunächst die erfreuliche Meldung:
Termin und Ort für die nächste »Tafelrunde« stehen fest: Freuen Sie sich auf den 25. September 2010! Zwischen 16:00 und 21:00 Uhr präsentieren wir in den Räumen der ehemaligen Kellerei Vollmar, Bernkasteler Straße 13, Traben-Trarbach, die BERGRETTUNG 2009 und unsere jeweils eigenen Weine.
Als Gastwinzer begrüßen wir dieses Jahr einerseits Simone und Christian Stahl vom Winzerhof Stahl in Franken, die als »Special Guest« den bekannten Weinkritiker Stuart Pigott nebst seinem ersten eigenen Wein dabei haben. Andererseits das Weingut Christian Klein aus Kröv, das sich seit einigen Jahren ebenfalls sehr um den Erhalt – und das Renomée – der dortigen Lagen verdient macht.
Die Einladungskarte können Sie hier als PDF-Datei herunterladen (ca. 300 kb).
Ein anderes Thema ist leider noch nicht durch:
Ein Monster tobt im Moseltal!
Es hat in seiner Dummheit bereits viel wertvolle Natur zerstört und wütet weiter. Es setzt seine Tatzen in wertvollstes Kulturland, das es unwiderruflich kaputt machen will. Und frisst – wie nebenbei – Abermillionen knapper Steuergelder.
Der KKR spricht sich hiermit geschlossen gegen den sogenannten »Hochmosel-Übergang«aus. Also gegen jenes vor 50 Jahren geplante Straßenbrücken-Projekt, das inzwischen zwar begonnen wurde, aber vielleicht doch noch zu verhindern ist. Unterschreiben Sie hier die Petition beim Deutschen Bundestag. Sie benötigen etwa vier Minuten dafür – die Brücke jedoch ist ein Eingriff mit Auswirkungen auf Jahrzehnte hinaus.
Wir sind ganz sicher keine Fortschrittsfeinde, aber auch nicht von gestern. Wir denken modern und vor allem ans Morgen und fragen uns daher: Welchen Sinn hat es, eine Brücke zu bauen,
- die einige der besten Weinlagen der Erde für immer verändern wird, mit zum Teil noch unabsehbaren Folgen für beispielsweise deren Wasserversorgung?
- die in einer kruden 60er-Jahre-"Ästhetik" eines der Kernstücke einer in 2.000 Jahren gewachsenen, weltweit einmaligen Kulturlandschaft verschandeln wird? Einer Landschaft, die eine der erhaltenswertesten Oasen für die kommenden Generationen in den immer weiter wuchernden Stadträumen Rhein-Main-Neckar und Köln-Bonn-Düsseldorf darstellt?
- die vor einem halben Jahrhundert aufgrund völlig anderer Strukturen geplant wurde, als der heutige Verkehr und die heutige europäische Wirtschaftslage sie darstellen und erfordern?
- die kurzfristig einer Verkehrsplanung huldigt, die vielleicht nur noch 25 oder 30 Jahre Bestand haben wird? Weil das Ende des Individualverkehrs heutiger Art schon längst absehbar ist?
- deren Straßenentwässerung eine derzeit nicht abzuschätzende Gefährdung für den schon jetzt sehr sensiblen Graacher Rutschhang darstellt?
- deren Refinanzierung und wirtschaftlicher Betrieb als Mautbrücke wegen des mutmaßlich eher geringen zu erwartenden Verkehrsaufkommens ziemlich zweifelhaft erscheint?
- deren derzeit veranschlagten 300 Mio. Euro Baukosten sich zudem aller Erfahrung nach am Ende auf eher 600 Mio. Euro belaufen dürften, die man weit sinnvoller ausgeben könnte, z.B. für den viel zukunftsträchtigeren Bereich Bildung oder eine funktionierende Nahverkehrs-Erschließung IM Tal. Selbst, wenn es dabei "nur" um den zu erwartenden Differenzbetrag ginge, wären unseres Erachtens damit deutlich zukunftsorientiertere Projekte möglich als dieser Brückenschlag.
- die heute vor allem der Erschließung des Flughafens Hahn dient? Eines Verkehrsprojektes, das seit Jahren rote Zahlen schreibt, am Tropf des Landes hängt und dessen wirtschaftlicher Nutzen auch für die Zukunft mehr als umstritten ist?
- die nur wenigen Lobbyisten nützt, aber vielen Menschen schaden wird – durch Lärm, Abgase, Erschütterungen, die langfristig optische Zerstörung des Tales, Umsatzeinbußen beim Fremdenverkehr und alle oben genannten Unwägbarkeiten?
Weitere Infos finden Sie beispielsweise auf www.b50neu.de oder unter www.tagesspiegel.de/weltspiegel/weine-mosel-weine/1785252.html.
Wir möchten diese Brücke verhindern, weil wir unsere Heimat lieben – unabhängig von irgendwelchen Partei-Sympathien! Wir stehen als klitzekleiner Ring in dieser Sache nicht links oder rechts, weder mittig noch im grünen Lager, sondern einzig und allein hinter der Mosel und ihrem weltweit einmaligen Tal, das unserer Meinung nach nicht dermaßen "unter die Räder kommen darf".
Es wäre schön, wenn Sie uns bei diesem Anliegen unterstützen würden!
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